Einer für Alle – Alle gegen den eigenen Schweinehund!
25.01.2010 - 20:16
Das Wintertrainingslager des LSV 75 Wahrstorf e.V. - eine wahre Begebenheit! ...
Januar 2010. Thüringen - Brotterode. Schneehölle
Rennsteig. Klirrende Kälte - unheimliche Windstille. Achtzehn verrückten
Fußballern aus Wahrstorf war das alles egal. Sie trotzten einer Umgebung, in
der sich normalerweise nur Huskies, Yetis, Eskimos und vielleicht die
Messner-Brüder heimisch fühlen. Alle hatten nur ein Ziel: zu überleben!
Die Sehnsucht nach
Sonne, Strand und einem kühlen Pils triebt sie an – und schweißte sie zusammen.
Ein Team – eine Herausforderung. Schon wieder!
Auch in diesem Winter bestellte Trainer Adrian Brosch seine
Kicker zu einem zweitägigen Ski-Langlauf Trainingslager in den Thüringer Wald.
In 7 Einheiten (davon 6 Rennen) über unterschiedlichste Distanzen sollte die
Grundlage für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt werden. 17 Spieler folgten
seinem Ruf, das war absolute Rekordbeteiligung. Am Donnerstag, 21. Januar 2010
um 23 Uhr waren alle Teilnehmer zum Ski- und Schuhtest vor der Pension „Haus am
Reitstein“ anwesend.Ebenfalls mit von der Partie waren die Familie
von Verteidiger Robert Bahr (Ehefrau Ela und Tochter Tessa) und
einer der Hauptsponsoren und Vorstandsmitglieder des LSV Wahrstorf 75 e. V., Uwe
Schröder. Der machte gleich am Freitag, 22. Januar 2010, bei der
Streckenerkundung auf sich aufmerksam, als er zum Erstaunen aller Mitgereisten,
den Anstieg zum „Kleinen Jagdberg“ als einziger zweimal zurücklegte. Hierzu sei
angemerkt, dassdas Wort „klein“ in
„Kleiner Jagdberg“ den wahren Tatsachen nicht annähernd gerecht wird. Wer
diesen Gletscher jemals bestiegen hat, der weiß welche Qualen auf einen warten
während man auf einer Strecke von 1.000 m einen Höhenunterschied von satten 260
m überwindet. Uwe Schröder jedoch, machte anfangs keinen Hehl daraus, den
„Jungen“ ein Vorbild zu sein. Bei seinen späteren Erzählungen während des
Abendbrots im „Haus am Reitstein“ wurde
die Geschichte wurde von Mal zu Mal abenteuerlicher und er verstrickte sich immer
mehr in Ungereimtheiten. Nach anstrengendem Kreuzverhör durch Trainer und
Mannschaft gab er schließlich die Unfreiwilligkeit des doppelten Weges zu.
Ursprünglich war ihm der Aufstieg zu schwer und nach dreiviertel des Weges
schnallte er seine Bretter ab, um es mit dem restlichen Teil des Berges etwas
leichter zu haben. Dabei geriet ein Ski ins Rutschen und kam erst 750 m später,
am Fuß des „Kleinen Jagdbergs“ zum Halt. Das war also der wirkliche Grund für
den „Doppelten
Jagdberg-Uwe“.
Dennoch erreichten alle unbeschadet – abgesehen von einigen
abenteuerlichen Stürzen von Christian Buck und Tobias
Wienczkowski - das Start-Ziel-Gebiet des 1. Rennens – Massenstart über
12,5 km. Schnell wurde klar, dass Georg Bahr hier nichts anbrennen
lässt. Auch wenn Daniel Ullrich loslegte, als gehe es um Leben und Tod, zog Bahr
schnell vorbei und mit ihm im Windschatten gab auch Tom Wilhelm Daniel Ullrich
das Nachsehen.Die Ziel – Reihenfolge
stand fest, denn weitere Überholmanöver innerhalb des Führungstrios sollten die
Zuschauer nicht zu sehen bekommen. Zurück im „Haus am Reitstein“, hörte man plötzlich
lautes Geschrei und wütendes Geklopfe. Marcel Mellendorf hatte sich im Bad
des Zimmers 4 verschanzt und duschte bereits seit geschlagenen 35 Minuten.
Seine Mitbewohner steckten deshalb immer noch in den miefenden und nassen Skisachen
und waren kurz davor, die Tür einzutreten als Melle gutgelaunt und mit
einem Lächeln auf dem Gesicht, das Badezimmer mit dem Hinweis verließ, dass er
eigentlich viel länger gewohnt sei zu duschen, das Wasser mittlerweile jedoch
kalt sei und ihn unfreiwillig zum Abbruch gezwungen hätte. Die Freude seiner
Mannschaftkameraden kann sich jeder vorstellen, erst recht, als Melle
dann noch mit einer selbstverständlichen Dreistigkeit das Panoramafenster weit
aufriss, um die frische – auf gefühlte minus 15 Grad gekühlte – Thüringer
Waldluft ins Zimmer zu lassen.
Am Freitag - Nachmittag fand der 1. Sprint, eine
Einzelverfolgung über 4,5 km statt. Hier drehte sich das Bild und alle Kenner
der Szene fragten sich, ob Georg Bahr sein Pulver eventuell
schon nach dem ersten Rennen verschossen hat. Tom Wilhelm war es, der
seinen Mannschaftskollegen nicht den Hauch einer Chance ließ, erstmalig den
Anspruch auf den Einzelwertungstitel nicht nur sprachlich untermauerte, und vor
Paul
Rose und Georg Bahr ins Ziel kam. Interessanter Weise erreichten die
Kampfrichter Informationen aus anonymen Quellen, dass Tom Wilhelm noch vor den
Nachmittagsrennen gesehen wurde, wie er seine Bretter – den geltenden Regeln
zufolge unerlaubt - mit Wachs und Spray behandelt haben soll. Die Jury prüfte
die Vorwürfe, konnte diese allerdings nicht beweisen. Einen faden Beigeschmack
hatte somit auch das nächste Rennen, die Einzelverfolgung über eine
Mitteldistanz von 7,5 km. Auch hier war, ganz anders als noch am Vormittag, Tom
Wilhelm einfach nicht zu stoppen. Da jedoch das Kampfgericht eine
Regelwidrigkeit nicht nachweisen konnte, sollte man die Top-Leistung des
Stürmers nicht schmälern und ihm zum Sieg vor Daniel Ullrich und Paul
Rose gratulieren. Weniger gratuliert wurde jedoch Tobias Wienczkowski, der
sich kurz vor dem Ziel lieber zu einem Nickerchen im Schnee hinreißen ließ als
um wertvolle Sekunden zu kämpfen. Wahrscheinlich hätte er noch lange dort
gelegen und mit seinem lauten Schnarchen an den schneebehangenen Bäumen des
Thüringer Waldes gesägt, wäre da nicht Georg Bahr gekommen und hätte ihn
geweckt. Völlig schlaftrunken schnallte Wiencz – wie ihn die
Mannschaftskameraden liebevoll nennen - seine Skier ab und torkelte, die
gesamte Breite der Piste ausnutzend, in Richtung Ziel. Das erreichte er durch
seinen Aussetzer natürlich erst am frühen Abend als bereits alle Zuschauer und
auch das Kampfgericht den Start-Ziel-Bereich lange verlassen hatten, bei Wurst
und Brot am Abendtisch saßen und den bereits beschriebenen Ammenmärchen von Uwe
Schröder erstaunt lauschten. An diesem Abend, gegen 22 Uhr, verlor auch
der letzte Teilnehmer den Kampf gegen Erschöpfung und Müdigkeit.
Stock dunkle Nacht. Samstag früh 6 Uhr. Der Wecker klingelt.
Allerdings nur in Zimmer 1 und nur der von Abwehrrecken Volker Kluth. Laut Plan
gab es erst Frühstück um 7 Uhr, das erste Rennen dieses Tages startete um 8:45
Uhr - eigentlich noch fast drei Stunden Zeit. Wer aber ein echter Womanizer
ist, der lässt sich vom Schlafen seiner Mitbewohner nicht abschrecken und fängt
an sich „tagfertig“ zu machen als ob es in Kürze zum Galadinner mit Topmodels
und First-Class-Designern geht. Nur befand er sich – wie alle anderen - mitten
im Wald. Aber schließlich weiß man nie, wem man(n) hier so alles begegnet.
Singend Zähneputzen? Pfeifend Duschen? Das alles während andere versuchen, sich
im Schlaf die Wunden des Vortages zu lecken? Für Volker kein Problem.
Frisch gestylt und gut eingecremt war er einer der ersten beim Frühstück
während andere noch von „Schneewittchen und den sieben Zwergen“ träumten.
Samstag, 23. Januar 2010. Der Tag der Teamwertungen war dank Volker
etwas früher als geplant angebrochen. Die Vormittagsrennen galten den
Paarläufen über 2 x 5 km und 1 x 3,5 km. Am Nachmittag sollte die
Königsdisziplin, das Staffelrennen über 4 x 6,5 km das diesjährige
Trainingslager gebührend beenden.
Acht Paare gingen um Punkt 8:45 Uhr ins Rennen und nach
insgesamt 1:39:27 h kamen die Sieger Oliver Sohns und Daniel
Ullrich ins Ziel, nur Sekunden vor den Zweitplatzierten, Heiko
Niemann und Thomas Bleeck, die die Strecke gemeinsam in 1:39:42 h bewältigten.
Beide hatten nach dem ersten Lauf noch mit exakt 20 Sekunden vor den späteren
Siegern geführt und werden wohl erst nach Auswertung des Filmmaterials und
Analyse der Einzelzeiten wissen, wo und wann im zweiten Rennen ganze 35
Sekunden verschenkt wurden. Die Bronzemedaille ging an Martin Kühl und Henry
Baranowski in 1:40:47 h.
Mittagspause. Totale Stille. Anspannung. Nervosität. Folgende
Staffelteams zogen sich in Separès zurück, um die Taktik für das über Ruhm und
Spott entscheidende Rennen zu beraten und sich von Läufern der Vergangenheit
telefonisch Tipps zu holen: Staffel 1 „Alle lieben Wiencz“ - Tom Wilhelm, Thomas
Bleeck, Marcel Mellendorf, Tobias Wienczkowski (K)– Staffel 2 „Heikos Erben“ - Sascha Peters,
Daniel Ullrich, Tom Kleiminger, Heiko Niemann (K) – Staffel 3 „Drei
Engel für den Womanizer“ - Georg Bahr,
Thomas Drebelow, Volker Kluth (K), Christian Buck – Staffel 4 „Henry
und die kühlen Söhne der Rose“ - Oliver Sohns, Paul Rose, Henry Baranowski (K),
Martin Kühl. Zwei Stunden war im Gebäude kein Laut zu vernehmen. Kerzen
brannten, ohne dass sich die Flammen bewegten. Dann stand die Startreihenfolge
unwiderruflich fest.
Für „Alle lieben Wiencz“ ging Tom
Wilhelm, der aktuell führende der Gesamtwertung ins Rennen. Schon nach
dem ersten Anstieg hatte er seinen Kontrahenten Sascha Peters, Georg Bahr
und Oliver
Sohns wertvolle Meter und Sekunden abgenommen und stiefelte der „Adolfsblickquelle“
– dem Wendepunkt – entgegen. Dort besserten Uwe Schröder und Ela
Bahr mal wieder ihre Urlaubskasse auf, indem sie Tessa Glühwein an
vorbeikommende Wanderer und Skifahrer verkaufen ließen. Dahinter verschaffte
sich Georg
Bahr für „die Engel“ immer mehr Vorsprung und sicherte damit Platz 2,
während Sascha Peters für „Heikos Erben“ und Oliver
Sohns für die „Söhne der Rose“ Brett an Brett
durch den weißen Winterwald rauschten. Die Zwischenzeiten vom Wendepunkt wurden
im Wechselgebiet bekannt und die 2. Läufer der Teams begannen, sich hochkonzentriert
zu erwärmen. Auf den Großbildleinwänden sah man Tom Wilhelm in
unglaublichem Tempo an den Kameras vorbeisausen und kurz drauf brauste der
Applaus an Start/ Ziel auf als Tom die letzte Gerade erreichte und
mit Tagesbestzeit von 27:07 min und einem Aufschrei erregenden Hechtflug über
die Ziellinie an seinen Teamkollegen Thomas Bleeck im wahrsten Sinne des
Wortes fliegend übergab. Gut anderthalb Minuten später tauschte der völlig
ausgepumpte Georg Bahr mit Torwart Thomas Drebelow für die „Engel
des Womanizers“, weitere 3 Minuten später schickte Sascha Peters Daniel Ullrich
für „Heikos
Erben“ ins Rennen und nur 42 Sekunden darauf übergab auch Oli
Sohns den Staffelstab der „Rosensöhne“ an Paul Rose. Zu diesem
Zeitpunkt hatte Thomas Bleeck den harten ersten Anstieg schon bewältigt. Am
Wendepunkt angekommen verweigerte er sogar den von Uwe Schröder angebotenen
wärmenden Tee (der Glühwein war bereits ausverkauft) und sah nur noch den schier
immer länger werdenden Rückweg vor sich. Als zweiter erreichte Katze
Drebelow von den „Engeln des Womanizers“ die „Adolfsblickquelle“,
schon den schweren Atem von Daniel Ullrich und Paul
Rose im Nacken spürend und nur kurze Zeit später musste er beide
Verfolger passieren lassen. Das Blatt hatte sich gerade zu Ungunsten der „Engel“
gewendet, da traf Thomas Bleeck bereits im Ziel ein und schrie förmlich seinen
Mannschaftskameraden Marcel Mellendorf in die Loipe. Doch
was war das? Was blitze an den Füßen des inoffiziellen Duschweltmeisters des
LSV? Wem zum Teufel gehörten diese Skier? Jedenfalls nicht Herrn Mellendorf.
Einsprüche hagelten auf das Kampfgericht hernieder. Von Wettbewerbsverzerrung
über unerlaubtes Materialdoping bis hin zu Staffelbetrug lauteten die Vorwürfe.
Schnell stellte sich heraus, dass Tom Wilhelm, Startläufer des „Alle
lieben Wiencz“ - Teamsseine
Bretter an Melle Mellendorf weitergegeben hatte. Doch auch hier konnte die
Jury nicht Unerlaubtes feststellen, denn „Innerhalb eines Teams können
Materialien jeglicher Form ausgetauscht und mehrfach verwendet werden.“ lautet
die Regel 6 im § 15b Abs. 1 Satz 2. Dennoch, auf einstimmigen Beschluss der
Kampfrichter, wird das Team um Kapitän Tobias Wienczkowski zu einem Kasten
Bier verurteilt, da dieser Materialwechsel nicht, wie ebenfalls in den
Regularien vermerkt, vor Rennbeginn angemeldet wurde. In der Zwischenzeit, und
durch dieses Vorkommnis fast unbemerkt von Zuschauern und Aktiven, hatte Daniel
Ullrich mit einem Rückstand von 03:09 min an den für den erkranken Robert
Bahr ins „Heikos Erben“- Team gerutschten
Tom
Kleiminger übergeben. Wieder vergingen fast 90 Sekunden bis „Rosensöhne“
- Kapitän Henry Baranowski starten durfte als Paul Rose die Grenzwiese
erreichte. Keeper Baranowski scharrte hochmotiviert schon Minuten vorher mit
seinen Skiern wie ein wild gewordener Stier und sehnte seinem Startschuss
unruhig entgegen. Doch Katze Drebelow hatte sich an Paul
Roses Fersen gehängt und ließ nur 14 Sekunden später den Kapitän und
Namensgeber der „Womanizer“Volker Kluth von der Leine. Wieder
waren 4 Vollblutlangläufer auf der Strecke und brachten die von weither
angereisten Schaulustigen am Pistenrand mit ihren Ausrutschern, Lauffiguren und
Abfahrtswacklern ins Staunen. Marcel Mellendorf schien sich am
Vortag noch geschont zu haben denn so schnell sah ihn am Freitag niemand in der
Loipe. Das kann nicht nur am Material gelegen haben, dessen auffallende Gestalt
sogar von den Offiziellen am Wendepunkt bemerkt und gemeldet wurde. Der
Vorsprung von „Alle lieben Wiencz“ wuchs wieder an und im Ziel gab Mellendorf
an seinen Kapitän Tobias Wienczkowski weiter , der mit
einem satten Zeitpolster von 07:02 min gegenüber dem Schlussläufer von „Heikos
Erben“, Heiko Niemann, und 07:32 min gegenüber dem letzten Starter der „Rosensöhne“,
Martin Kühl, auf die abschließenden 6,5 km ging. Vom Kapitän der „Womanizer“,
Volker Kluth, hörte man unterdessen nichts Gutes. „Er sähe nicht gut aus,
mache keinen frischen Eindruck mehr!“ waren noch die angenehmsten Aussagen. Christian
Buck, Schlussläufer der „Womanizer“ wartete schier vergebens
auf seinen Teamkapitän, der endlich ebenfalls die verbleibenden Meter
bewältigte. Fragen warfen sich auf. Wird Bucki, der Letzte seines Teams und
der Letzte, der in diesem Jahr in die eisige Loipe des Thüringer Waldes geht,
auch als Letzter ankommen? Und falls ja, ist es dann noch hell? Wird Tobias
Wienczkowski den Sieg für sein Team nach Hause laufen oder können Heiko
Niemann und Martin Kühl ihm noch gefährlich werden? Die Spannung stieg im
weiten Rund der Brotteroder Grenzwiese, die wie in jedem Jahr zu diesem
hochinteressanten und mit Weltklasseathleten gespickten Ereignis bis auf den
letzten Platz ausverkauft war. Die Bilder von der Strecke verrieten, dass der
Vorsprung des Führenden zusehends schmolz. Martin Kühl hatte Heiko
Niemann bald überholt und im Duo schienen die beiden einen
raketenartigen Antrieb zu entwickeln. Am Wendepunkt war der 7 Minuten Puffer
schon auf knapp 4 Minuten geschrumpft. Doch TobiasWienczkowsi, „der unglaubliche Wiencz“,
wollte es nach seinem Schläfchen im Schnee am Vortag allen beweisen. Getragen
von den jubelnden Massen am Streckenrand peitschte er die letzten Anstiege in
Weltklassemanier hoch. „Wenn die Luschen mich an der Wende noch nicht eingeholt
haben, kriegen die mich nie!“ zitierte ein Zuschauer später den
Gesamtwertungsletzten. Und so war es auch. Nach 1:56:56 h überquerte Tobias
Wienczkowski unter tosendem Jubel seiner Fans und Teamkollegen die
Ziellinie, Gold für Wiencz und „alle, die ihn lieben“. Dahinter
herrschte ein unerbittlicher Zweikampf zwischen Martin Kühl und Heiko
Niemann. Opa Heiko – der mit Abstand älteste anwesende Gladiator, gab
alles, um seinem gefühlte 20 Jahre jüngeren Kontrahenten Martin Paroli zu bieten. Doch
der Sportstudent gab sich keine Blöße und holte für „Henry und die kühlen Söhne der
Rose“ Silber in 1:59:56 h. Knappe 110 Sekunden später wurde die
Zielflagge erneut geschwenkt – diesmal für Oldi Heiko, der mit „seinen
Erben“ noch auf das 3. Treppchen stieg. Doch auch Christian Buck gab noch
einmal alles. Nach 2:04:57 h, um 16:35 Uhr Ortszeit – als die Sonne bereits
dabei war, sich malerisch hinter den schneeüberzogenen Wipfeln der Tannen
zurückzuziehen, zog er einen Strich unter ein anstrengendes, hochklassiges und
spannendes Staffelrennen. Nach dem
Abendessen fanden die Siegerehrungen für die einzelnen Tagesrennen und die
Gesamt-Einzelwertung, in die die Einzelzeiten eines jeden Rennens einflossen,
statt. Neuer König des Thüringer Waldes wurde in einer Gesamtzeit von 5:51:47 h
Tom
Wilhelm. Ihm folgen Daniel Ullrich in 5:56:10 h und Georg
Bahr, der die insgesamt absolvierten 57 km in 5:58:58 zurücklegte.
Damit endete ein Trainingslager mit dem sowohl Trainer Adrian Brosch, seine
Spieler als auch die Offiziellen des LSV Wahrstorf 75 e. V. vollends zufrieden sein können. Jetzt gilt es,
die hier erworbene Kraft und Ausdauer zu halten und auf dem Fußballplatz
erfolgreich umzusetzen.